Eine Website, die sich als komplett kaputtes System ausgibt. Sie sieht aus wie ein Terminal im Browser – und es kommen ausschliesslich Fehler, rund um die Uhr. Alle Fehler sind erfunden: Es gibt keinen Server, keine Requests und keinen einzigen echten Fehler.
Die Oberfläche gibt es auf Englisch und Deutsch; umgeschaltet wird über das
Feld lang: neben den Befehlen oder mit lang en / lang de. Die Startsprache
kommt aus dem Browser, die Wahl wird gespeichert.
- Bei jedem Laden wird ein neuer Fehler gewürfelt (Code, technische Beschreibung und Witz werden unabhängig voneinander kombiniert).
- Danach liefern die Knoten des Serverpools von selbst weitere Fehler – wie ein Log, das man offen liegen lässt.
- Jeder Fehler bekommt eine eigene Error-ID (
ERR-7F3A-91C2), eine Severity (LOW…CRITICAL,probably fine), ein Modul und einen Fake-Stacktrace. - Sehr selten (1 %) erscheint ein verstecktes Event. Eines davon behauptet kurz, alles sei repariert – und fällt dann zurück in den nächsten Fehler.
- Dazu kommt das GLITCH UPDATE (siehe unten).
Fehler kommen nicht einfach so, sondern aus einem Pool von Knoten – natürlich erfundenen. Mehr Knoten heisst schlicht: mehr Fehler pro Minute.
- Seltene Fehler tauchen früher auf. Sechs Knoten liefern gemessen rund
dreimal so viele Fehler wie einer – und damit dreimal so schnell die seltenen
Glitches. Wie viele du schon gesehen hast, zeigt
servers. - Überlastung trifft nur einen Knoten. Jeder Knoten hat eine eigene Last;
sie steigt mit jedem Fehler und besonders bei
make it worse. Ab 100 % steigt genau dieser Knoten für ein paar Sekunden aus und startet neu – die anderen laufen ungerührt weiter. Ist niemand sonst online, kommt er schneller zurück. - Unter Last wird es schneller. Der Taktabstand eines Knotens sinkt mit steigender Last von 7–14 s auf 1–2,4 s. Das Gerät merkt das.
Damit die Seite dabei nicht wirklich zusammenbricht, gibt es harte Grenzen: höchstens 6 Knoten, ein globaler Mindestabstand von 380 ms zwischen zwei Fehlern, keine Ausgabe im Hintergrund-Tab und eine begrenzte Zeilenzahl im DOM. Gemessen kommen so höchstens ein bis zwei Fehler pro Sekunde an.
server pool
srv-01 eu-central-1 online load 21% errors 4
srv-02 us-east-2 rebooting load 0% errors 9
rare errors found: 2 / 10
Eingeben oder unten anklicken:
| Befehl | Wirkung |
|---|---|
try again |
neuer zufälliger Fehler |
make it worse |
besonders absurder Fehler, Chaos-Level steigt |
i don't care |
eine freche Antwort |
fix |
der Reparaturversuch. Endet wie erwartet. |
help |
Liste der Befehle |
clear |
Bildschirm leeren |
exit |
es gibt keinen Ausgang |
servers |
Übersicht über den Serverpool |
server add |
einen Knoten dazunehmen (max. 6) |
server kill <id> |
einen Knoten abschalten |
lang en / lang de |
Sprache umschalten |
Unbekannte Eingaben werden mit command not found quittiert – und mit einem
weiteren Fehler. Ein paar Klassiker (ls, whoami, pwd, sudo) antworten auch.
Zusätzlich zu den normalen Fehlern gibt es seltene Glitch-Fehler. Jeder hat eine eigene, feste Wahrscheinlichkeit; bei jeder Ziehung wird einmal gewürfelt. Trifft der Wurf kein Glitch-Band, kommt ein ganz normaler Fehler – das ist in rund drei Vierteln aller Fälle so.
| Stufe | Fehler | Chance | Effekt |
|---|---|---|---|
| leicht | 0xGLITCH SCREEN CORRUPTION DETECTED |
5 % | RGB-Split |
| leicht | 404.5 REALITY BUFFER ERROR |
4,5 % | Text-Jitter |
| selten | RGB COLOR CORRUPTION |
3,5 % | RGB-Split + Jitter |
| selten | ??? DATA CORRUPTION |
2,8 % | Zeichenkorruption |
| selten | 67 SIX SEVEN |
2,5 % | der ganze Screen schaukelt |
| sehr selten | 0xDEAD DISPLAY FAILURE |
1,5 % | Verschiebung + RGB + Korruption |
| sehr selten | 0x000 DISPLAY LOST |
1,2 % | Screen wird 0,3–1 s schwarz |
| sehr selten | ∞ SYSTEM COLLAPSE |
0,8 % | vier Effekte kombiniert |
| sehr selten | ERROR THE ERROR HAS ENCOUNTERED AN ERROR |
0,6 % | Korruption + RGB + UI-Versatz |
| extrem selten | ∅ SIGNAL LOST |
0,3 % | der Screen verschwindet: ... ... ... oh. ERROR. |
Gesamt liegen alle Glitches bei rund 22,7 % – jeder einzelne deutlich unter 10 %.
Die Werte stehen in src/data/glitches.js und lassen sich dort direkt ändern.
Regeln, die im Code hart eingehalten werden:
- immer nur eine Effekt-Sequenz gleichzeitig; ein neuer Glitch bricht den alten sauber ab
- jeder Effekt ist zeitlich begrenzt, alle Timer werden mitgeführt und beendet
- danach sind alle Klassen entfernt und jeder veränderte Text wiederhergestellt
- keine Endlosschleifen, keine Dauereffekte, kein Ton
- animiert werden nur
transform,opacityundtext-shadow - bei
prefers-reduced-motionpassiert gar nichts
Reines HTML, CSS und JavaScript – kein Build, keine Abhängigkeiten. Wegen der ES-Module braucht es aber einen kleinen Webserver:
python3 -m http.server 8000
# oder
npx http-server -p 8000 -c-1Danach http://localhost:8000 öffnen.
index.html Grundgerüst, Styles, Einstiegspunkt
src/
main.js startet die App
app.js Ablauf: Boot, Befehle, Dauerbetrieb
components/
Terminal.js Ausgabefläche (Zeilen, Scroll, Tippeffekt)
GlitchEngine.js führt die kurzen Bildstörungen aus
Prompt.js Eingabezeile mit Blockcursor und Schnellbefehlen
StatusLine.js Statuszeile am unteren Rand
GlitchOverlay.js Scanlines, Flackern, Glitch-Stösse
core/
generator.js baut aus den Daten einen kompletten Fehler
servers.js der Serverpool (Takt, Last, Überlastung)
i18n.js Sprachumschaltung Englisch / Deutsch
format.js macht daraus fertige Terminalzeilen
banner.js Blockschrift für den grossen Fehlercode
random.js Zufalls-Helfer (u. a. "nicht zweimal dasselbe")
memory.js merkt sich den letzten Fehler zwischen zwei Besuchen
dom.js winziger DOM-Helfer statt Framework
data/
errors.js Fehlercodes, Module, Severity-Stufen
glitches.js Glitch-Fehler mit Wahrscheinlichkeit und Effekten
jokes.js 50 Witznachrichten (en/de)
responses.js freche Antworten und Chaos-Fehler (en/de)
secrets.js die seltenen versteckten Events
system.js Boot-Log, Stacktrace-Bausteine, Log-Level
styles/
base.css Farben, Tokens, Reset
terminal.css Terminal, Prompt, Sprachfeld, Statuszeile
effects.css Animationen und Scanlines
glitch.css die Effekte des GLITCH UPDATE
- Dark Mode, Monospace, keine externen Bilder, keine Libraries.
- Zweisprachig (en/de); Texte liegen als
{ en, de }in den Datendateien. - Responsive für iPhone, iPad und Desktop; die Statuszeile bleibt einzeilig.
prefers-reduced-motionschaltet Scanlines, Flackern und Tippeffekte ab.- Ohne JavaScript zeigt die Seite einen statischen Fehler – den einzigen echten.